7. Juni 2016

Zwischen Wohnungsbesichtigungen, ausmisten und packen von Umzugskisten, habe ich es geschafft, diesen sehr spannenden Roman zu lesen!



Mir wurde das Buch vom Rowolt Verlag zu Verfügung gestellt, der Kontakt kam über




www.bloggdeinbuch.de


zustande. Vielen Dank dafür!



Es handelt sich hier um den ersten Roman von Fiona Barton "Die Witwe".
Lange hat Fiona Barton aus Cambridge als Journalistin gearbeitet, ihre Spezialität: Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin. Sie hat Opfer interviewt und Täter, und, so sagt sie, während all dieser Zeit eine Idee für eine Geschichte mit sich herum getragen: Bei den großen Prozessen habe sie immer wieder die Ehefrauen der Angeklagten beobachtet und sich gefragt, was sie tatsächlich wussten - oder sich selbst zu wissen erlaubten. Die Frauen, die bei den Interviews mit den Medien auf den Stufen zum Gerichtsgebäude stumm hinter ihren Männern stehen, nicken, während diese ihre Unschuld beteuern - weil sie ihren Männern glauben. Aber was passiert, wenn die Journalisten weg sind, die Kameras ausgeschaltet? Aus dieser Idee hat Fiona Barton nun einen Roman gemacht, ihren ersten: "Die Witwe"





(Link für eine Bestellung)


Nun aber zum Buch:

Inhaltsangabe:

Ganz England ist im Aufruhr, als Bella Elliott aus dem Vorgarten ihrer Mutter verschwindet. Wie kann ein kleines Mädchen im beschaulichen Southampton einfach so verloren gehen?
Bellas Mutter will nicht glauben, dass ihre kleine Tochter womöglich tot ist.
Der mit den Ermittlungen betraute Detektive Bob Sparkes kommt schließlich dem Lieferkurier Glen Taylor auf die Spur. Nächtelang sitzt Glen am Computer, treibt sich in pädophilen-Foren herum und bunkert kinderpornographische Bilder. Für die Medien ist er der Täter. Wochenlang kampieren die Journalisten vor dem hübschen Häuschen, das Glen zusammen mit seiner Frau Jean bewohnt.
Die Journalistin Kate Waters ist extra auf Jean angesetzt, um eine Exklusivgeschichte zu bekommen: wie fühlt man sich als Frau eines mutmaßlichen Täters?
Jean bleibt bei ihrem Mann, schließlich hat sie geschworen, zu ihn zu stehen, in guten wie in schlechten Zeiten.
Dann stirbt Glen?
Doch vier Menschen lässt der Fall Bella Elliott nicht los:
Die Mutter,
Den Polizisten,
Die Journalistin
Und die Witwe...

Meine Meinung dazu:

Ich fand es irre spannend! Und ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Ich habe es regelrecht verschlungen!
Auch wenn auf Cover Roman steht, war es für mich ein Thriller!
Man taucht ein in die Psyche der einzelnen Figuren.
Das interessante ist, dass die Geschichte nicht in einem durch erzählt wird, sondern zwischen den Jahren 2006 bis 2010 springt. Das klingt auf dem ersten Blick verwirrend, aber über die einzelnen Kapitel gibt es immer eine Datumsangabe. ;-)
Wir beginnen im Jahr 2010, und gehen dann zurück zu dem Tag an dem Bella verschwand.
Auch die Erzählperspektiven wechseln: aus der Sicht von
Jean, der Witwe,
Kate, der Journalistin,
Drawn, Bellas Mutter
und Bob, dem Polizisten.

Man fragt sich die ganze Zeit wo ist Bella? War es Glen, der Mann der Witwe? Das ist die eine entscheidende Frage. Die andere: Wie viel wusste seine Frau?

Es ist eine Geschichte über normale Menschen, die zu Tätern werden und den Weg zur Tat.
Mir hat es sehr gut gefallen und es bekommt einen Platz in meinem Bücherregal in meinem/unseren neuen Heim im August.

Einen schönen Sommertag wünscht euch
die
Tanja